EU sozialisieren

Dieser Tage erfährt die Europäische Union eine Erschütterung: der Brexit entfaltet seine Wirkungen, man steht allgemein vor der Frage, wie nun weitermachen?

Während an den Briten die Unsicherheit mit der Güte ihrer Entscheidung emporkriecht und sich erste Resultate auf sie herabsenken, beginnt der verbleibende Teil der EU über Sinn und Zweck dieses Verbundes nachzudenken.

Euer brainbureau empfiehlt: Helikoptergeld! Die Luftlandetruppe der eurökonomischen Streitkräfte. Der europaweite Einstieg ins bedingungslose Grundeinkommen.

Machen wir weiter. Schaffen wir Einheit. In unseren Möglichkeiten. Die EU-weite finanzielle Grundsicherung aller, von Portugal bis Bulgarien, von Finnland bis Griechenland, wird ein klares Zeichen sein, dass wir beieinander richtig sind.

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EU und Volksabstimmungen 

Aus gegebenem Anlass stellt euch das brainbureau wieder eine Sonntagsidee ins Fenster: wie wären Abstimmungskorridore bei künftigen EU-Volksabstimmungen?

Erst ist zentraler Wahltag, dann folgen drei Tage Auszählen, Vorergebnis diskutieren, Medienlandschaft und Börsen begucken, Kater prüfen bzw. allgemeines Luft holen, dann findet ein Nachwahltag statt für jene, die am Wahltag nicht abgestimmt haben, jetzt aber merken, dass sie das wohl hätten tun sollen.

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Eurodac

Jetzt braucht es Phantasie.

Eurodac. Eine Superdatenbank, die es ermöglicht Migranten auf Schritt und Tritt auf den Fersen zu bleiben. Der Staat erhält den vollständigen Zugang zum Aufenthalt und den damit verbundenen Handlungen des Individuums, welches die Grenze nach Deutschland oder in die EU passiert hat mit dem Ziel hier zu leben.

Das System kommt! Die Bundesregierung steht dahinter, will es unbedingt haben, wir müssen darauf reagieren. Eine derartige Möglichkeit zur Überwachung von Individuellen durch eine sehr große Gruppe oder durch einen kleinen Machtapparat muss demokratisch geregelt sein.

Jetzt zum Phantasieteil: basisdemokratisch konsequent weitergedacht heißt das, alle sehen alle. Wie regelt man das?

Wenn ein Mensch einen anderen Menschen oder eine Gruppe anderer Menschen über dieses System findet, muss der gefundene Mensch die Möglichkeit haben aktiv den wie auch immer gearteten Kontakt zu der ihn findenden Instanz, Gruppe oder Einzelperson frei, aktiv und unabhängig von jeglicher Beeinflussung in seinen Auswirkungen gestalten zu können.

Findet eine Maschine einen Menschen oder eine Gruppe von Menschen, dürfen die daran anschließenden Handlungen ausschließlich zu einer Verbesserung der individuellen Gesamtsituation der Gefundenen führen.

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Graue Hunde und grüne Wölfe

Na gut, liebe Volkswagen AG. Dann wollen wir mal.

Nachdem sich nun endlich zeigt, in welche Richtung das Desaster sich vollzieht, wollen wir unseren Beitrag leisten. Das Ganze zeigt uns eher als Katharsis, an der wir uns natürlich gern produktiv beteiligen.

Unser Vorschlag: Volkswagen stattet Greyhound aus. Und stellt der Nation ein landesweites Mobilitätssystem aus vollvernetzten Reisebussen. Ökologisch betrieben, ein rollender Lernort, mobilisierte Begegnung, quer durch die Weiten eines so armen wie reichen Landes, für die, die sich die Reise im Auto nicht leisten.

Mehr dazu finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe des regionalen Kreativmagazins create38. Das Konzept nennt sich Büssing LineUp, wurde der MAN im Zuge der BusWorld Kortrijk 2015 vorgelegt und wartet nun darauf, dass sich erste Finger heben.

Volkswagen. VOLKSwagon! Wenn wir schon nicht mehr mit PKWs die Massen erreichen, dann eben mit Bussen. Damit fahren die Völker der Welt. Überall. Die Kosten? Günstig. Der ökologische Fußabdruck? Ebenso. Machen wir es wieder gut.

Und ob nun die erschummelten Finanzmittel des Konzerns zurück ins individuelle Vermögen wandern, oder doch besser in das kollektive, können dann ja die USA entscheiden. Die wissen, wie man sowas macht.

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freies kommunales WLAN

Dem Anliegen gut gefüllter öffentlicher Kassen und gemeinschaftlich organisierter Werte und Wertschöpfungssysteme wohl gesonnen, steht das brainbureau klar hinter dem Vorhaben, künftige öffentliche WLAN-Strukturen über kommunale Tochterunternehmen in Bürgerschaftsbesitz zu betreiben.

Eine kommunale Infrastruktur als Transfersystem z.B. für durch Fahrzeuge gesammelte Umweltdaten ermöglicht der Öffentlichkeit neben der Rolle der passiv Partizipierenden die aktive Partizipation an der Urbarmachung der von ihr erzeugten Daten. Erst nachdem die kommunalen Server mit ihren bürgergenerierten Algorithmen die im kommunalen Netz übertragenen Datenmengen verarbeitet haben, werden die Daten weitergeleitet an die, die sie uns haben erzeugen lassen.

Ob ordentliche Anonymisierung der Daten, Gewinn rein quantitativer Information oder kollektiv ermittelter Preis für das vom Grosskonzern beim Serverbetreiber angefragte Kundendatenpaket – erst ein mündiges Gemeinwesen trifft mündige Entscheidungen.

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Zwischenraumextension

Da sind wir also. Mitten im Fiasko angelangt. Wir sind echt spät dran. Sorry dafür!

Nichts desto trotz ist es nun Zeit für ordende Maßnahmenvorschläge. Da uns das Thema sehr bewegt, widmen wir uns der Flüchtlingsfrage. Als Hauptproblematik erkennen wir hier die rasante Zunahme an neu anwesenden potentiellen Mitbürgern und deren Begleiterscheinungen.

Unsere Gesellschaft optimiert sich zurzeit neu. Einerseits lösen wir gerade das Demografieproblem kommender Deutscher Jahrzehnte, andererseits überfordern wir unsere gesellschaftlichen Annahmemechanismen. Wir brauchen also Zeit.

Betrachten wir den Prozess der Migration, fällt auf, dass der Weg von A nach B eine gestaltbare Strecke, einen entsprechend ausgestattet durchaus lebenswerten Zeitraum, darstellt. Mobilität in einer Facette der Ausdehnung, des inneren Reifens, wenn auch verbunden mit mancherlei fehlgeleiteten Erwartungen.

Gut genutzte Reisezeit kann auch mal etwas länger dauern. Wir freuen uns daher, Ihnen an dieser Stelle die Lektüre unseres Partnermagazins create38 zu empfehlen! Dort hat man sich ausführlich mit alternativen Mobilitätskonzepten auf regionaler wie globaler Ebene beschäftigt – nehmen Sie teil an der Entdeckung der Welt zwischen den Welten.

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Von Glücksleveln, Teilzeit und Kapitalreserven

Aktuell beschäftigt uns #dieselgate auf vielfältigste Weise. Selten sind sie, die Momente im Leben, zu denen frisches Denken mal so richtig gefragt ist.

Unser Vorschlag fürs Erste: als Beitrag zur Bewältigung der finanziellen Lasten durch das derzeitig diskutierte Fehlverhalten der Führungsebene werden Jahreseinkommen bis auf Weiteres bei 60.000 EUR gedeckelt. Denn mehr braucht es nicht um glücklich zu sein.

Und wie kommen wir da hin? Freiwillig. Alle erhalten im Rahmen ihrer Gehaltsklassen das Angebot zur Arbeitszeitanpassung, bis die 60.000 EUR erreicht sind. Freiwerdende Arbeitsstunden werden in Freizeit vergolten.

Denn auch für steile Gehälter gilt, ihre Empfänger leben nur einmal. Etwas mehr Selbstorganisation, etwas mehr Digitalisierung, schwupp, kommt der Feierabend noch bei Tageslicht. Zumal die Leute am Band dieses Drama nicht zu verantworten haben, und die Höhe des Bonus eh nicht linear wachsend zur eingesetzten Lebenszeit zu betrachten ist.

Was sonst noch geschieht? Managementkapazitäten werden neu besetzt, Vernetzungspotentiale ausgeschöpft, Familien entdecken sich neu. Ein kluger Mann meinte einst, zwanzig Stunden Arbeit und zwanzig Stunden Teilhabe, geleistet von Menschen mit Verstand und Engagement, bieten einer Gesellschaft völlig neue Gestaltungsspielräume – wir zumindest probieren das hier schon länger aus, und: wir bleiben dabei!

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Ökoupdate vs. Fahrspass

Aktuell wird der Vorstandsvorsitzende eines uns am Herzen liegenden regionalen Großunternehmens für die Fehler seiner Vorgänger geschasst. Not fair! 2005 muss wohl ein übereifriger Fahrzeug-Entwickler beim Übertragen der Steuersoftware für die Schadstoffausstossregelung einen damalig scheinbar für Testzwecke programmierten Afterburner-Modus als Standard konfiguriert haben. Nach einem Jahrzehnt Fahrspass stellt sich nun die Frage: alles nur ein dreckiger Trick zur Absatzsteigerung?

Nun gut. Wir hier im brainbureau sehen gemeinsam mit dem Konzern pragmatisch in die Zukunft – stellt man eben im Steuergerät den Testbetriebsmodus als neuen Standardmodus ein, zahlt eventuellen Leidtragenden eine angemessene Entschädigung für ihre dann weniger spritzigen Gefährte, löhnt die absolut gerechtfertigten Bußgelder und nutzt die Gunst der Stunde für ein allgemeines Softwareupdate an 11 Mio. Fahrzeugen. Oder? Oder nicht?!

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Deuexit als Aufbruch

Aktuell gelangt ein Ausstieg Deutschlands aus dem Euro in unser Bild. Erschreckend!

Doch was hilft’s, wenn andere diese Entscheidung treffen? Uns hilft’s. Bei der Neuentdeckung der Idee eines geeinten Europa. Klein denken sollten wir dabei nicht. Vielleicht sollten wir garnicht denken. Sondern vielmehr handeln im Sinne von Freiheit, Toleranz, Gleichheit und Brüderlichkeit, umwoben vom Mantel der Humanität.

Der Rausschmiss als Neuanfang. Tja. Scheiden tut weh. Aber es muss ja nicht auf Dauer sein – gegebenenfalls lässt sich der Idee einer vorübergehenden Abwesenheit aus dem Euroraum, realisiert durch die zeitweise Einführung einer nationalen Alternativwährung mit dem Ziel der Abkopplung regionaler Wirtschaftsräume und dem Effekt der Verdichtung von Wissen und Tatkraft, einiges abgewinnen.

Ein bitcoin-ähnliches virtuelles Währungssystem, international auf deutsches Territorium beschränkt, zum seichten Einstieg in den Umstieg zur alternativen Finanzwelt, befüllt mit regional entwickelten Projektinitiativen, die ihren Zahlungsverkehr darin abwickeln, und finanziert mit öffentlichen wie privaten Mitteln, ob als Leistung, Idee oder Kapital, wäre für den Anfang schonmal nicht schlecht.

Wir hier im brainbureau bleiben dieser Idee auf den Spuren. Seien Sie uns willkommen daran teilzunehmen.

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Städtebau reloaded

Wir fordern eine städtebauliche Initiative zur kulturellen Ausgestaltung von Zentren gesellschaftlicher Aktivität.

Angesichts des wachsenden Bedarfs an Orten öffentlichen Austauschs zwischen den Gemeinschaften einer Gesellschaft hält euer brainbureau es für eine gute Idee, wenn wir bis 2038 einen Teil unserer Heimatstadt mit einem Glasüberbau versehen.

Der uns hier vorschwebende Bezirk befindet sich an einer der zentralen Stellen unserer Stadt, bietet architektonisch zu einer Gesamtfläche zusammenführbare Dächer, geräumige Innenhöfe, sowie mögliche Zugänge über Treppenanlagen entlang der Fußgängerzonen und Boulevards. Er korrespondiert mit Burg und Domareal, dem Rathaus, den Schlossarkaden sowie dem Polizeipräsidium, dem Amtsgericht und der lokalen Altstadt.

Aus unserer Sicht ein lohnenswerter Ansatz. Noch wissen wir nicht, was Sie sehen, aber wir sehen uns im Liegestuhl hinter der Galerie auf Zeit nach oben blicken auf einen Schwarm vorbeiziehender Wale.

create38.de einer macht den Anfang. Und Sie? Was machen Sie so?

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